Mittwoch, 12. August 2015

Ökoromantik (oder auch nicht)

„Das dauert ungefähr 1 ¼ Stunden zum Fluss“ wurde uns gesagt. Also strotzten wir um 8:30 voller Euphorie in den Suwalkischen Nadelwald los. Um 12 hatten wir den Fluss gefunden. Der Marynka River ist Biber Reservat und wir hatten vor, barfuß durch ihn zurückzulaufen. Nicht bedacht hatten wir dabei die Biber, die das Wasser alle 100 Meter stauten, sodass es erstens sehr anstrengend und zweitens sehr nass / sehr tief wurde. Zudem verloren wir innerhalb der polnischen Planquadratlogik die Orrientierung komplett. Irgendwo auf der Hälfte verließen wir das Wasser, da wir uns schon die Füße blutig gelaufen hatten. Mangels Orientierung strauchelten wir ausgehungert, nass und müde nun querwaldein. Nach knapp 8 Stunden fanden wir einen Weg, einen Kilometerstein und somit den Heimweg. Ein kleines Abenteurer.

Es sind immer noch zwischen 33°C und 31°C. Um richtig sauber zu werden, gehen wir zum See.

Inzwischen haben wir zusätzlich zu den Elchen einen Fuchs und Kraniche gesehen.

Wir treten in eine neue Phase Heimweh ein, da die übliche Länge eines Urlaubs jetzt vorüber ist. Die ersten Postkarten befinden sich in Planung und wir haben uns zumindest eingelebt.

Gestern haben wir alle zusammen die Sternschnuppenschauer angeschaut.

Wir bauen viel, hauptsächlich Spanplattenwände. Einer der Apfelbäume ist unter dem Gewicht der Früchte zusammengebrochen. Und jetzt haben wir u die 20 Kilo Äpfel die es einzukochen gilt.

Wir haben mit J. Und O. Andere Workaway Hosts 80 Kilometer von hier besucht... aber bis auf die Tatsache, dass es dort Kätzchen zum kompensieren meines Kätzchenentzuges gab, sind wir sehr froh hier und nicht dort gelandet zu sein.

Wir kochen immernoch fast jeden Tag, weil man in den Mittagsstunden eigentlich nicht arbeiten kann. Wir haben schon einige klassisch deutsche Sachen durch, so wie Kartoffelpuffer und Bratkartoffeln.

Mit O. Haben wir aus Milch von benachbarten Milchbetrieb zwei kleine Käse gemacht, die nach verlässlicher Auskunft auch geschmeckt haben.

Die Produzenten dieser Milch sind jetzt unsere neuen Nachbarn, denn die Kühe sind auf die Wiese neben unserem Camper gezogen und verzücken uns manchmal morgens um halb 5 mit einem kleinen Konzert.

Wir sind glücklich ,zufrieden und gut versorgt.
Dennoch wächst die Freude auf eine Wassertoilette (anstatt des Kompostklos) und vorallem auf kühleres Wetter, denn die Hitze nagt an den Kräften.

Fuchs 

Kraniche 






1 Kommentar:

  1. Ein kleines Abenteuer! Und so schöne Bilder! Krysztof und Gytta

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